Global vernetzt im inno.space - Ein Staffellauf für mehr Nachhaltigkeit

27 Studierende der Fakultäten Gestaltung und Informatik haben vom 20.11.-22.11.2018 in sechs Schichten am weltweiten Design Thinking Staffellauf, der sogenannten Rat-Relay, des Design Factory Global Networks teilgenommen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto der UN Nachhaltigkeitsziele. Alle 12 beteiligten Universitäten brachten eine lokale Herausforderung mit ins Rennen. Auf diese Weise haben mehr als 250 Studierende rund um den Globus zum Thema Nachhaltigkeit beigetragen.

Die Hochschule Mannheim ging mit dem Thema "Digitale Lösungen zur Reduzierung des Sperrmüllaufkommens in der Stadt Mannheim" an den Start. Dazu wurden die Studierenden in der ersten "Schicht" mit viel Hintergrundinformation zum Thema durch den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft der Stadt versorgt, welchem die Reduzierung des Sperrmüllaufkommens schon seit Jahren ein wichtiges Anliegen ist. In der ersten Phase des Staffellaufes befragten die Studierenden die Bürger Mannheims, um deren Bedürfnisse und deren Verhalten rund um das Thema Sperrmüll besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse wurden nach 6 Stunden intensiver Arbeit an die Universität Javeriana in Cali/Kolumbien übergeben. Dort wurden in der nächsten Schicht Ideen zu den Ergebnissen dieser Analyse generiert. In den darauffolgenden Schichten wurden die Ideen dann mit Prototypen konkretisiert, d.h. anfassbar" gemacht, und getestet. Auf diese Weise "wanderte" die Sperrmüllproblematik von Mannheim über Kolumbien, Chile, Portugal und die Niederlande wieder zurück nach Mannheim, und hat sich in dieser Zeit zu kreativen Lösungsansätzen verwandelt. Währenddessen behandelten die Studierenden in Mannheim Fragestellungen aus den anderen Ländern, wie zum Beispiel "die nachhaltige Verwertung von Kaffeesatz" oder "Möglichkeit der Reinigung von Gewässern durch Kayaks".

"Ich fand es sehr spannend, dass wir unsere Ergebnisse auch für Studierende in einem anderen Kontinent verständlich machen mussten und dort damit weiter gearbeitet wurde. Das war eine besondere Herausforderung. Wir haben nicht nur Dokumente in Englisch erstellt, sondern unsere Erkenntnisse auch in Form einer Videoerklärung aufbereitet", berichtete eine engagierte Design-Studentin.

Die Rat-Relay fand im inno.space - Design Factory Mannheim statt, dem Kreativraum und Makerspace der Hochschule Mannheim. "Mit der Rat-Relay wollen wir Studierende, Bürger und die Wirtschaft auf unsere Arbeit im inno.space aufmerksam machen und sie für unsere längerdauernden Projekte interessieren" erläutert Frau Prof. Kirstin Kohler, die Leiterin des inno.spaces. "Mit dem inno.space hat die Hochschule ein zukunftsweisendes Konzept etabliert. Hier bearbeiten Studierende in interdisziplinären, projektbasierten Kursen komplexe Innovationsaufgaben der realen Welt nach neuesten Lehrmethoden. Dadurch werden Kompetenzen wie Eigenverantwortung und kreatives Selbstvertrauen gefördert. Wir bereiten die Studierenden mit unseren Kursen auf die Arbeitswelt von morgen vor. Dort werden in Zukunft immer komplexere, heute noch unbekannte Probleme nur noch durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gelöst werden können. Dies bedarf neuer Lehrformate! Auch die Internationalität des Netzwerkes, in dem die Rat-Relay organisiert wurde, spielt dabei eine große Rolle", ergänzt Herr Prof. Peter Kaiser, Studiendekan der Fakultät Informatik.

Die Rat-Relay lieferte einen Einblick in die Arbeitsmethoden im inno.space und hat darüber hinaus auch gesellschaftliche Bedeutung. "Durch diese Aktion fordern wir die Studierenden auf, sich verantwortungsvoll mit kritischen Themen wie den Nachhaltigkeitszielen der UN auseinander zu setzen", merkt Herr Stephan Ditgens, betreuender Dozent aus der Gestaltung, an.

Die Stadt Mannheim sah die Zusammenarbeit mit der Hochschule im Rahmen der Rat-Ralley als einen erfolgreichen Auftakt zum Testen neuer Kooperationen und Methoden zur Lösung städtischer Herausforderungen.

Eine neue Auflage der Veranstaltung wird es im Frühjahr geben. Die Hochschule Mannheim wird im inno.space dann wieder mit engagierten und neugierigen Studierenden dabei sein.


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